• passwörter

Grundlagen

  • Klassifizieren Sie Ihre zu schützenden Daten. Je wichtiger diese Daten sind, umso komplexer sollte das Passwort sein
  • Vorsicht vor Social Engineering Attacken – Geben Sie niemals Ihr Passort bekannt – auch nicht telefonisch 
  • Nehmen sie unterschiedliche Passwörter für verschiedene Anwendungen und ändern Sie diese in Abhängigkeit besonderer Klassifizierung regelmässig
  • Kein „Masterpasswort“ für alle firmenbezogenen Zugänge nutzen und verwenden Sie kein Passwort, dass Sie auch privat nutzen. Dies ist eine der größten Fehler bei potentielle Bedrohungen am Home Office-Arbeitsplatz

Aufbau guter Passwörter

  • Bei der Wahl eines Passwortes sind Ihrer Kreativität keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist, dass Sie sich das Passwort gut merken können. Hierfür gibt es unterschiedliche Hilfsstrategien: Der eine merkt sich einen Satz und benutzt von jedem Wort nur den 1. Buchstaben (oder nur den zweiten oder letzten). Anschließend verwandelt man unter Umständen noch bestimmte Buchstaben in Zahlen oder Sonderzeichen. Die andere nutzt einen ganzen Satz als Passwort oder reiht unterschiedliche Wörter, verbunden durch Sonderzeichen, aneinander. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, zufällig 5-6 Worte aus dem Wörterbuch zu wählen und diese mit einem Leerzeichen zu trennen. Dies resultiert in einem leicht zu merkenden, leicht zu tippenden und für Angreifer schwer zu brechenden Passwort
  • Je länger, desto besser. Ein gutes Passwort sollte mindestens acht Zeichen lang sein
  • Bei Verschlüsselungsverfahren für WLAN wie zum Beispiel WPA und WPA2 sollte das Passwort beispielsweise mindestens 20 Zeichen lang sein. Hier sind so genannte Offline-Attacken möglich, die auch ohne stehende Netzverbindung funktionieren
  • Für ein Passwort können in der Regel alle verfügbaren Zeichen genutzt werden, beispielsweise Groß- und Kleinbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen (Leerzeichen, ?!%+…). Manche Anbieter von Onlinediensten machen technische Vorgaben für die verwendbaren bzw. zu verwendenden Zeichen. Wenn Ihr System Umlaute zulässt, bedenken Sie bei Reisen ins Ausland, dass auf landestypischen Tastaturen diese eventuell nicht eingegeben werden können
  • Nicht als Passwörter geeignet sind Namen von Familienmitgliedern, des Haustiers, des besten Freundes, des Lieblingsstars, Geburtsdaten und so weiter. Das vollständige Passwort sollte möglichst nicht in Wörterbüchern vorkommen. Es sollte zudem nicht aus gängigen Varianten und Wiederholungs- oder Tastaturmustern wie „asdfgh“ oder „1234abcd“ bestehen. Manche Anbieter gleichen Passwörter gegen eine sogenannte „black list“ ab, in der genau solche nicht geeigneten Passwörter hinterlegt sind. Möchte man sie nutzen, erhält man einen Hinweis, dass das Passwort in dieser Form nicht zugelassen wird bzw. nicht sicher ist
  • Einfache Ziffern am Ende des Passwortes anzuhängen oder eines der üblichen Sonderzeichen $ ! ? # am Anfang oder Ende eines ansonsten simplen Passwortes zu ergänzen, ist nicht empfehlenswert
  • Nutzen Sie einen Passwortmanager, um Ihre unterschiedlichen Passwörter gut verwalten zu können. – und ihr starkes Passwort, um diesen abzusichern. So müssen Sie sich nur ein gutes Passwort merken und können trotzdem sehr starke, überall unterschiedliche Passworte verwenden. Aber hier gelten spezifische Regeln für ein sehr starkes Passwort

Ein starkes Passwort kann „kürzer und komplex“ oder „lang und einfach“ sein. Doch wie lang und wie komplex sollte es mindestens sein? 

  • 8 bis 12 Zeichen lang ist und drei Zeichenarten genutzt werden
  • 20 bis 25 Zeichen lang ist und zwei Zeichenarten genutzt werden (beispielsweise eine Folge von Wörtern)
  • 8 Zeichen lang ist, zwei Zeichenarten genutzt werden und es zusätzlich durch eine Mehr-Faktor-Authentisierung abgesichert ist (beispielsweise durch einen Fingerabdruck, eine Bestätigung per App oder eine PIN). Dies ist generell empfehlenswert

Diese Gefahren bestehen natürlich auch immer auf Ihrem privaten Equipment!

Weitergehende Informationen finden Sie auch im Bereich Business Security

Gerne stellen wir Ihnen in einem persönlichen Gespräch Ansätze und Erfahrungen vor.

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Quelle: bsi.de